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7/8.2011




Basel/Riehen : Brancusi und Serra


von: Hans-Dieter Fronz

  
Constantin Brancusi · Muse endormie, 1910, Bronze, 16 x 27, 3 x 18, 5 cm © ProLitteris


Rendezvous zweier Giganten: So will Sam Keller, Chef der Fondation Beyeler und bekennender Serra-Fan, die aktuelle Ausstellung seines Hauses mit Werken von Constantin Brancusi und Richard Serra verstanden wissen. Doch auch ohne Superlative (für Keller ist Serra der grösste lebende Bildhauer, Brancusi der Skulpteur der Klassischen Moderne) ist es eine kuratorische und logistische Meisterleistung, rund 40 der raren und fragilen Skulpturen Brancusis mit einer beachtlichen Anzahl der oft raumgreifenden und tonnenschweren Arbeiten Serras zusammenzubringen. Als Ulrich Wick, Kurator der Ausstellung, von Serra höchstpersönlich erfuhr, dass er durch niemand anderen als Brancusi zur Bildhauerei gebracht wurde, durfte er sich in der Zusammenstellung bestätigt fühlen. Wobei dann letztlich doch gerade die Unterschiede hervorstechen. Hier Brancusi, dessen feinsinnige Bildwerke wie ‹Vogel im Raum› eine deutliche Tendenz der Vergeistigung, Entrückung und Entmaterialisierung erkennen lassen. Und dort Serra, dessen Thema umgekehrt die Schwerkraft, das Eigengewicht des Materials ist: Von den frühen, an Haken an der Wand hängenden ‹Belts› aus Gummi bis zu ‹Fernando Pessoa›, einer neun Meter langen, drei Meter hohen Stahlplatte, die jetzt das Foyer der Fondation durchschneidet.

Bis: 21.08.2011



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Ausgabe 7/8  2011
Ausstellungen Brancusi, Serra [22.05.11-21.08.11]
Institutionen Fondation Beyeler [Basel/Riehen/Schweiz]
Autor/in Hans-Dieter Fronz
Künstler/in Richard Serra
Künstler/in Constantin Brancusi
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