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Hinweis
7/8.2011




Grenchen : Lilly Keller


von: Annelise Zwez

  
Lilly Keller · Blume, Tusche und Ölkreide auf Papier, 86 x 61 cm, 1968


2010 erschien eine Monografie zu Leben und Werk von Lilly Keller: ‹60 Jahre Kunst›. Für die Ausstellung, welche die Fülle früher Tapisserien und Bilder amerikanischen Formats, die surrealistischen Zeichnungen und Objekte, die Glaslilien, Polyurethan-Arbeiten, Künstlerbücher und vieles mehr zeigt, hat Eva Inversini das Kunsthaus in einen die Kreativität feiernden Kosmos getaucht. In den späten Fünfzigerjahren war Sam Francis Kellers Mentor, und in den «wilden» Sechzigern war sie eine der wenigen Künstlerinnen der Berner Szene. Ihren Garten in Cudrefin (VD) mit Blumen, Bambus und Pfauen machte sie zur formalen und inhaltlichen Grundlage ihrer Maxime der Einheit von Kunst und Leben; nichts, das sich nicht in Kunst wandeln und immer weiter wandeln liesse. Ihr Werk ist nicht linear, wohl aber assoziativ fassbar; entsprechend hat Inversini den grossen Saal als «Ping-Pong-Spiel» quer durch Zeiten und Materialien gestaltet. Einen Schwerpunkt markieren dabei die Hergiswiler Glasarbeiten aus den Achtzigern. Im Altbau überraschen neben Arbeiten auf Papier und kleineren Skulpturen vor allem auch die Material-Kästen der Siebzigerjahre; sie zeigen, dass Keller immer am Puls ihrer Zeit war und Entwicklungen mit kritischem Blick in ihr Schaffen integrierte.

Bis: 24.07.2011



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Ausgabe 7/8  2011
Ausstellungen Lilly Keller [15.05.11-24.07.11]
Institutionen Kunsthaus Grenchen [Grenchen/Schweiz]
Autor/in Annelise Zwez
Künstler/in Lilly Keller
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