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Hinweis
7/8.2011




Köln : Vija Celmins


von: Cynthia Krell

  
Vija Celmins · Galaxy #4 (Coma Berenices), 1974, Grafit, Acryl auf Papier 30,5 x 38,5 cm. Courtesy UBS Art Collection, London


Was haben Meeresoberflächen, Wüstenlandschaften und Sternenhimmel als Bildmotive gemeinsam? Sie eint die Darstellung von Natur und grenzenlosen, aber oft gleichmässigen Strukturen. Ausserdem gehören sie zu den zentralen Sujets der amerikanischen Künstlerin Vija Celmins (*1938), die das Museum Ludwig in einer über 60 Werke umfassenden Einzelausstellung präsentiert. Seit den Sechzigerjahren überträgt Celmins Schwarz-Weiss-Abbildungen auf Gemälde, Zeichnungen und Druckgrafiken. In der Ausstellung sind die mittel- und grossformatigen Bilder und Objekte generös verteilt, sodass jedes Einzelwerk durch seine medienspezifische Übersetzung, seine Körperlichkeit und endlos wirkenden All-over-Strukturen fasziniert. Insgesamt stellt sich eine Verlangsamung der eigenen Wahrnehmung und Bewegung im Ausstellungsraum ein. Aus dem Meer der Kunstwerke sticht eine Glasvitrine mit einer Steinsammlung hervor. Scheinbar ist jeder Stein zweimal vorhanden. Es handelt sich dabei um einen echten Naturstein und einen von der Künstlerin malerisch nicht perfekt nachgeahmten Stein. Beinahe könnte man die Vitrine übergehen - und ebenso Celmins Werkschau. Es sei denn, man beginnt darüber nachzudenken.

Bis: 17.07.2011



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Ausgabe 7/8  2011
Ausstellungen Vija Celmins [15.04.11-17.07.11]
Institutionen Museum Ludwig Köln [Köln/Deutschland]
Autor/in Cynthia Krell
Künstler/in Vija Celmins
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