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Hinweis
7/8.2011




Solothurn : Andrea Wolfensberger


von: Annelise Zwez

  
Andrea Wolfensberger · Ausstellungsansicht, 2011. Foto: Werner Hannappel


‹... then listen again ...›, der Titel der Ausstellung ist einem Text von Beckett entliehen und ist Programm: In der Installation ‹Not I› wurde das Ton-Diagramm des Beckett-Texts aus einem Experimentalfilm von 1973 in Tausende von Wellkarton-Rondellen übertragen, die nun an «Perlenschnüren» aufgereiht im Raum hängen. Das Audiovisuelle wird zur Raumskulptur und die Worte messen das Geviert wie ein Schriftband aus. Auch in ‹Jusqu'à ce qu'il fasse rire›, 2009, ist die Umsetzung von Akustischem in Visuelles wichtig. Hören ist immer auch Sehen, die Form ein Äquivalent des Klangs: Die Aufforderung im Titel ‹... then listen again ...› kann überdies Wolfensberger selbst zugeordnet werden. In den Achtzigerjahren schweizweit präsent, war sie später, als Mutter kleiner Kinder, eher im Stillen tätig. Wie intensiv sie dennoch arbeitete, zeigt die Video-Klang-Arbeit ‹Hitzewelle›, 1999/2003. Darin wird das Flimmern der Luft in Vulkannähe mit 45'000 einem aperiodischen Algorhythmus folgenden Veränderungen der Filmlaufgeschwindigkeit visualisiert und mit sich überlagernden Tonspuren (Marianne Schuppe) potenziert. Eine reflektierende Metallschale aus den Achtzigern, das legendäre Video der Starenschwärme über Rom, 1995, sowie algorhythmische Zahlenbilder, 1992, vernetzen das Schaffen bis hin zur ‹Stehenden Welle›, 2011.

Bis: 31.07.2011


Katalog bei Periferia



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Ausgabe 7/8  2011
Ausstellungen Andrea Wolfensberger [02.05.11-31.07.11]
Institutionen Kunstmuseum Solothurn [Solothurn/Schweiz]
Autor/in Annelise Zwez
Künstler/in Andrea Wolfensberger
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