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Hinweis
7/8.2011




Wien : unExhibit


von: Patricia Grzonka

  
unExhibit, 2011, Ausstellungsansicht Generali Foundation


Es scheint ein unauflöslicher Widerspruch, eine Ausstellung zu konzipieren, in der «Methoden des Nicht-Ausstellens, Nicht-Zeigens und gleichzeitigen Entbergens» (so der Pressetext) zentral präsentiert werden. Wie nun das Vorhandensein einer nicht unbeträchtlichen Anzahl künstlerischer Objekte und Arbeiten in ‹unExhibit› dennoch argumentiert wird, erweist sich als «verstecktes», durchaus reizvolles Ziel der Schau. Heimo Zobernig bezieht sich mit einer semitransparenten Wandverlängerung auf die Geschichte der Generali Foundation der Neunzigerjahre, Ann Veronica Janssens zeigt eine Reihe von Rieselbildern am Fernsehmonitor und Maria Eichhorn liess Briefe und Päckchen an einen gewissen Max Foster (oder Max Forster) in Amsterdam schicken, die nun ungeöffnet als Bündel am Boden liegen. Da - wie auch der umfangreiche Katalog beweist - an theoretischem Background eigentlich kein Notstand herrschte, scheint die weitere Verlinkung des Projekts mit der historischen Ausstellung ‹Exhibit›, der The Independent Group - R. Hamilton, V. Pasmore und L. Alloway -, die 1957 als pure, abstrakte Präsentation das Display selbst zum Thema machte, nicht unbedingt zwingend. Zumal dieser Bezug nur als loses Zitat und nicht als direkte Auseinandersetzung verstanden werden will, bleibt der Eindruck, dass der betriebene Aufwand den erzeugten Output um einiges übertrifft.

Bis: 17.07.2011



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Ausgabe 7/8  2011
Ausstellungen unExhibit [04.02.11-17.07.11]
Institutionen Generali Foundation [Wien/Österreich]
Autor/in Patricia Grzonka
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