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9.2011




Bern : Marianne Flury


von: Annelise Zwez

  
Marianne Flury · Ohne Titel, 2011, Holztafel grundiert mit Stoff, Pigment-Caseintempera, 70 x 100 cm


Der Kunstkeller feiert Jubiläum. Seit 40 Jahren zeigt Dorothe Freiburghaus in sehr persönlicher Art und Weise Kunst aus der Schweiz und darüber hinaus. Martin Ziegelmüller und Vincenzo Baviera gehören ebenso zum Programm wie Victorine Müller und Luo Minjung. Die Natur spielt als Thema eine wichtige Rolle. Diese steht auch im Zentrum des Schaffens von Marianne Flury (*1945). Erstmals überhaupt zeigt die Baslerin Malerei. Bisher ging die Dozentin für Maltechniken davon aus, sie sei Zeichnerin, selbst wenn sie neben Blei- und Wachskohle-Stiften Pinsel und Pigmente einsetzte. «Plötzlich war die Sehnsucht nach Schichtung so stark, dass ich es - endlich - wagen musste.» Was sie zeigt, ist indes nicht peinture pure, sondern eine fast bildhauerisch herauskristallisierte Licht- und Schattenwelt. Inspiration ist ihr ein Seerosenteich. Keiner wie in Monets Giverny, sondern eine gedrängte Naturzone, in welcher die Blätter ums Licht kämpfen. Die Gesetze des Überlebens bestimmen die «Idylle», Ober- und Unterschichten konstruieren die Bildkomposition. Die Blätter wirken nicht weich, sondern hart. Die mit angerührten Pigmenten gemalten Bilder sind in Dialog mit umrissbetonten Naturstudien auf Papier und ersten malerischen Interpretationen auf Karton gestellt.

Bis: 25.09.2011



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Ausgabe 9  2011
Ausstellungen Marianne Flury, Jinmo Kang [27.08.11-25.09.11]
Institutionen Kunstkeller/art-room [Bern/Schweiz]
Autor/in Annelise Zwez
Künstler/in Marianne Flury
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