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Hinweis
9.2011




Bonn : Rosemarie Trockel


von: Sabine Elsa Müller

  
Rosemarie Trockel · Benachbarte Felder, 1990, Papiercollage, Faden auf Papier, 33,9 x 43,4 cm © ProLitteris. Courtesy Sprüth Magers


Die in Kooperation mit dem Kunstmuseum Basel realisierte Schau präsentiert eine Auswahl von rund 200 Papierarbeiten von Rosemarie Trockel. Die Zeichnungen bilden sich aus dem Humus eines Themenkreises heraus, in dessen Zentrum das Rollenverständnis der Geschlechter, die Wechselbeziehungen zwischen Mensch und Natur, Geist und Emotion sowie die Bedingtheit von Bildlichkeit und Sprache stehen. Trockel untersucht die menschliche Befindlichkeit in allen Lebenslagen, in den Zeugnissen der Kultur, der hohen Kunst wie der Popkultur, der politischen Machtdemonstration wie in den landläufigen Versprachlichungen. Die Zusammenstellung verdankt ihre Intensität der Tatsache, dass Trockel die Zeichnung und andere Papierarbeiten, wie die 1978-1997 entstandenen Buchentwürfe, immer als gültige Ausformulierungen betrachtet hat. Die seit 2004 entwickelten Collagen reanimieren die Zeichnung über die Malerei und das Objekt. Auf Papier, Leinwand oder Strick verbindet sie sich mit anderen Artefakten wie Fotografie, Reproduktionen und Buchumschlägen zu einem in sich geschlossenen Organismus. Die Papierarbeiten erweisen sich als kongeniale Projektionsebenen des permanenten Trockel'schen Transformationsprozesses.

Bis: 04.09.2011



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Ausgabe 9  2011
Ausstellungen Rosmarie Trockel [09.06.11-04.09.11]
Institutionen Kunstmuseum Bonn [Bonn/Deutschland]
Autor/in Sabine Elsa Müller
Künstler/in Rosmarie Trockel
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