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9.2011




Düsseldorf : Tomma Abts


von: Katja Behrens

  
Tomma Abts · Feio, 2007, Öl und Acryl auf Leinwand, 48 x 38 cm. Courtesy Daniel Buchholz, greengrassi, Giti Nourbakhsch, David Zwirner


Das strenge Konzept, dem sich Tomma Abts (*1967) mit ihren kleinformatigen Bildern verschrieben hat, gilt offenbar nicht nur weiterhin, sondern scheint sich sogar zu radikalisieren. Die seit Ende der Neunzigerjahre entstehende Öl- und Acrylmalerei ist unbeschreibbar abstrakt, eine einzelne vertikal geteilte Leinwand ist fast schon ein Krimi. Generell gilt: vertikales Format, 48 x 38 cm, Geometrien, keine Erzählung, keine Emotionen. Die Formen in Abts' Bildern deuten in ihren Verschlingungen und Überlagerungen, mit ihren leisen Schattenfugen, Mustern und Farbverläufen eine ambivalente Räumlichkeit an. Mal scheinen die flachen Geometrien vor flächigem Grund zu schweben, dann wieder sieht man sie als Körper rotieren, sich bewegen oder wie eingefroren verharren. Nie beziehen sie sich auf Gegenständliches, sondern, so Abts, allein auf sich selbst. In langwierigen Arbeitsschritten wird Farbschicht um Farbschicht aufgetragen, werden die Bilder bearbeitet, verworfen, übermalt, bis aus ihrer eigenen Logik heraus etwas geschaffen ist, das es so noch nicht gab. Die Turner-Preisträgerin 2006 ist seit 2010 Professorin an der Düsseldorfer Kunstakademie. Ihre aktuelle Ausstellung ist spröde und subtil - wie erwartet.

Bis: 09.10.2011



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Ausgabe 9  2011
Ausstellungen Tomma Abts [16.07.11-09.10.11]
Institutionen Kunsthalle Düsseldorf [Düsseldorf/Deutschland]
Autor/in Katja Behrens
Künstler/in Tomma Abts
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