Links zum Text und die Möglichkeit, diese Seite weiterzusenden, finden Sie am Ende dieser Seite


Hinweis
9.2011




Herford : Bucky Fuller


  
Buckminster Fuller · Wichita Haus, 1946 patentiert, industriell vorgefertigte Standard-Elemente für Selbstmontage


Eine seiner genialsten Ideen verdankte Buckminster Fuller (1895-1983) einem Defizit. Als der stark schielende Bucky im Kindergarten aus Erbsen und Zahnstochern ein Haus basteln sollte, konnte er die Formen nur erfühlen: «Da ich die Rechteckigkeit in meiner Umgebung bis dahin nicht wahrgenommen hatte, verwendete ich nur meinen Tastsinn. Die Muskeln meiner Finger fanden nur bei dem Dreieck eine natürliche Formstabilität.» Fuller schien sich auch später eher auf seine eigenen Erfahrungen als auf tradiertes Wissen zu verlassen. Dies führte zwar zum Rauswurf aus der elitären Harvard Universität, dafür öffnete ihm seine Experimentierfreude den Weg zu einer Stelle am legendären Black Mountain College. Zeit seines Lebens pflegte der Designer, Erfinder und Wissenschaftler einen regen Austausch mit Künstlern. Legendär sind seine auf Dreieckstrukturen basierenden geodätischen Kuppelbauten, sein zusammen mit Isamu Noguchi entwickeltes, von Vögeln und Fischen inspiriertes ‹Dymaxion car› oder das aus Fertigelementen von zwei Personen in zwei Tagen aufstellbare, familientaugliche ‹Wichita House›. Im Schaffen von Künstlern wie Olafur Eliasson, Tomás Saraceno, Kerstin Stoll oder Ai Weiwei gärt sein erfrischendes Gedankengut bis heute weiter.


Bis: 18.09.2011



Links

Anfang Zurück zum Anfang
Ausgabe 9  2011
Ausstellungen Bucky Fuller & Spaceship Earth [11.06.11-18.09.11]
Institutionen Marta Herford [Herford/Deutschland]
Weitersenden http://www.kunstbulletin.ch/router.cfm?a=1108172234519N9-27
Geben Sie diesen Link an, falls Sie diesen Eintrag weitersenden möchten.