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10.2011




Bern : Ernest Biéler


von: Yvonne Ziegler

  
Ernest Biéler · Die zwei Weissen (Studie für die Dekorationen der Villa Kaeser in Genf), 1898, Tempera auf Papier, auf Leinwand, 111 x 165 cm


Mit Ernest Biéler (1863-1948) schwebt ein Hauch Paris in den Ausstellungsräumen des Kunstmuseum Bern. Während seiner Studienjahre in der Capitale eignete sich der hochbegabte Schweizer Maler eine breite Stilpalette an. Impressionistische Arbeitsweise, Manet'sche Manier und französischer Salonnaturalismus leuchten in faszinierenden Gemälden auf. Mit leichter Hand skizzierte er mondäne Pferderennen oder hielt in Pastell das Bildnis seiner Schwester lebendig. Erdrückend wirkt dagegen sein Realismus. Man spürt nahezu den auf ihm lastenden Druck, einen eigenen Stil zu entwickeln. Das Licht in Savièse und die Naturverbundenheit der dort lebenden Menschen zogen ihn zunehmend an, zumal er in Paris erfolglos war. Neben erdigen Bauernszenen, teils in wunderbar grafischer Manier genau beobachtend ausgeführt, entstanden um 1900 symbolistische Gemälde und Jugendstilporträts. Bewusst setzte Biéler konkretes bäuerliches Leben und entrückte Traumgestalten einander gegenüber. Doch verstärkt dominieren flächig aufgetragene Temperafarben und rurale Themen seine Gemälde, zementieren selbstgefertigte hölzerne Rahmen sein eskapistisches Spätwerk. Von der Leichtigkeit der Frühjahre ist nichts mehr zu spüren, aber Ausbruchsversuche sind in Venedigbildern und einem mondänen Frauenporträt zu erkennen.

Bis: 13.11.2011



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Ausgabe 10  2011
Ausstellungen Ernest Biéler [08.07.11-13.11.11]
Institutionen Kunstmuseum Bern [Bern/Schweiz]
Autor/in Yvonne Ziegler
Künstler/in Ernest Biéler
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