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Hinweis
10.2011




Strasbourg : Steven Pippin


von: Andrea Domesle

  
Steven Pippin · Mamiya 330 twin lens reflex shot with .25 calibre (self portrait), London, 2010, Courtesy CEAAC


Fotografie wird gerne als Beweisstück herangezogen. Steven Pippin (*1960, Redhill) nimmt das wörtlich, jedoch in einem anderen Sinne: Sein grosses Thema ist das Fotografieren, wobei er sich auf den Entstehungsprozess, das Verfahren an sich konzentriert. Im CEAAC in Strasbourg zeigt Bettina Klein eine informative Einzelausstellung. Die zentrale Serie ‹Point Blank›, seit 2010, besteht aus Abzügen, welche die jeweils allerletzte Aufnahme einer Kamera festhalten, bevor diese von einer Pistolenkugel zertrümmert wird. Die Farbabzüge des durchschossenen Negativfilms zeigen abstrakte Splitterformen, in denen manchmal noch die einschlagende Kugel zu erkennen ist. In der Ausstellung ‹A Non Event (Horizon)› sind auch frühe Lochkamera- und Videoexperimente von Steven Pippin, dazu einige bisher nie ausgestellte Werke zu sehen. Jahrelang hat er diverse Objekte (beispielsweise einen Kühlschrank, Fotokabinen, Badewannen, einen Schrank) zu Lochkameras umfunktioniert. Die Herstellung des Apparats und der Akt der Aufnahme waren dabei ebenso bedeutsam wie die daraus resultierenden Bilder. «Die ultimative Kamera wäre die, welche die Kraft hätte, die Fotografie komplett obsolet zu machen», formuliert der Künstler sein Ziel im Zeitalter der fotografischen Bilderflut.

Bis: 02.10.2011



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Ausgabe 10  2011
Ausstellungen Steven Pippin [18.06.11-02.10.11]
Institutionen CEAAC [Strasbourg/Frankreich]
Autor/in Andrea Domesle
Künstler/in Steven Pippin
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