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Hinweis
10.2011




Zürich : H. Naegeli und W.-P. Hummel


von: Johanna Ecrantz

  
Willi-Peter Hummel · o. T., 2011, Acryl und Kohle auf Leinwand, 145 x 125 cm


Ein bezeichnetes Gebiet ist ein erobertes Gebiet. Das Zeichen ist seit archaischen Zeiten der Ausdruck von Besitzname. Seit den Höhlen von Lascaux und Altamira weisen Zeichen auf menschliche Existenz, sind Selbstversicherung - auf Fels oder 40'000 Jahre später auf Haus- und Betonwänden. In diesem Sinn bewegen sich die Zeichen der beiden Zürcher Künstler Harald Naegeli (*1939) und Willi-Peter Hummel (*1943) in der Galerie Art Station in einem weitgesteckten kulturellen Raum. Hummels Bilder referieren auf steinzeitliche Höhlenmalerei, denn die Leinwände sind unbehandelt und mit Sand und Graphit beschichtet. Den archaischen Eindruck verstärken die Motive mit Stieren und Bisons. Naegeli versetzte Zürich ab 1977 in Aufregung, als er jahrelang als «Sprayerphantom» seine filigranen Figürchen auf Betonwände zeichnete. Dem Künstler ging es um die Rückeroberung des öffentlichen, starren und naturfernen Raums. Dass er daneben im Atelier auch Zeichnungen, Collagen, Aquarelle und Radierungen herstellte und sich für die Anliegen der Natur stark machte, blieb eher unbekannt. 1991 veröffentlichte Naegeli mit der Dichterin Sarah Kirsch ein Buch mit Radierungen unter dem Titel ‹Raumbewegungen›. In der aktuellen Ausstellung ‹Zeichen in Bewegung› zeigt er nun neue Kohlezeichnungen.

Bis: 08.10.2011



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Ausgabe 10  2011
Ausstellungen Willi-Peter Hummel, Harald Naegeli [25.08.11-08.10.11]
Institutionen Art Station Isabella Lanz [Zürich/Schweiz]
Autor/in Johanna Ecrantz
Künstler/in Harald Naegeli
Künstler/in Willi-Peter Hummel
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