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11.2011




Biel : Alfred Wirz


von: Annelise Zwez

  
Alfred Wirz · Bois Sainte-Marie, 2010/2011, Öl auf Leinwand, 115 x 196 cm © ProLitteris


Die Redewendung «prendre la clef des champs» heisst so viel wie «sich aus dem Staub machen». Tatsächlich setzte sich der Maler Alfred Wirz (*1952) vor zehn Jahren ins Burgund ab. Der Titel ist jedoch auch metaphorisch zu lesen. Wirz ist täglich in der Landschaft rund um sein Haus in Montmélard unterwegs. Was er sehe, sei nie dasselbe, sagt er. Darum skizziere, notiere, fotografiere er. Auch die Arbeit am Bild – Öl auf Leinwand – ist ein kontinuierliches «Fortgehen». Der Künstler ist auf der Suche nach dem Ort der Malerei –
will heissen, der Farbe und des Lichtes. Er ist aber auch auf der Suche nach einem Ort für sich selbst, einem Ort jenseits jeglicher Geschichten. Menschliche Präsenz ist kaum sichtbar, Präsenz hat nur die Natur und der Maler, der die Grüns, die Blaus, die Gelbs mischt, die Sattheit der Farben wählt, die Führung von Licht und Schatten bestimmt, die Proportionen von Wäldern, Bäumen, Wiesen, Feldern festlegt. Die Bilder bleiben erkennbare Umwelt und sind doch eher Gefässe für die Befindlichkeit denn Abbilder realer Natur. Dasselbe gilt für die Stillleben, in denen er Dinge – Krüge, Tücher, Tische und mehr – über Kontraste und Hintergründe aus ihrer Alltäglichkeit holt und zu stillen Zeichen des Lebens macht.

Bis: 17.12.2011



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Ausgabe 11  2011
Ausstellungen Alfred Wirz [12.11.11-17.12.11]
Institutionen Silvia Steiner [Biel/Bienne/Schweiz]
Autor/in Annelise Zwez
Künstler/in Alfred Wirz
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