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Hinweis
11.2011




Zürich : Alex Herzog


  
Alex Herzog · Ankerreiz, 2008/2011, Granit, Eiche, Fichte, Silikon, Karton, teilweise bemalt, Masse variabel, Höhe 280 cm


Was ist ein «Ankerreiz»? Ist es der kleine gelbe Fleck, der in eine beinahe monochrome Farbfläche eines Triptychons hineinblitzt? Sind es die aus Granitblöcken aufragenden Schnitthölzer aus Eichen oder Fichte? Der Zürcher Bildhauer und Maler Alex Herzog (*1958, Olten) verwendet als Ausstellungstitel einen Begriff aus der Psychophysik. Wir benötigen «Ankerreize», sinnliche Impulse, die unsere Wahrnehmung wecken und als Referenzgrössen dienen, damit wir subjektive Empfindungen in einem breiteren Erfahrungsfeld verorten können. Herzog formuliert dies laut Pressemitteilung als «Moment, in dem wir in die Welt schauen und unsere Augen auf etwas blicken, das im Gedächtnis haften bleibt, unser Denken mobilisiert und sich mit unseren Geschichten verwebt». Gerade weil seine merkwürdigen Assemblagen aus unterschiedlichsten Materialen so dezidiert unorthodoxe Verbindungen eingehen, prägen sie sich ein. Die Hölzer, die aus den passgenauen Schnittflächen des Granits in die Höhe schiessen, wirken so gezähmt wie widerspenstig - ebenso wie die zu rudimentären Rechtecken gehauenen Granitblöcke, in denen noch erdgeschichtliche Reminiszenzen an das grob kristallisierte magmatische Tiefengestein mitschwingen.


Bis: 26.10.2011



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Ausgabe 11  2011
Ausstellungen Alex Herzog [26.10.11-26.11.11]
Institutionen sam scherrer contemporary [Zürich/Schweiz]
Künstler/in Alex Herzog
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