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Hinweis
11.2011




Zürich : Hochhaus


von: Verena Doerfler

  
Simon Koy · Schanghai, 2011


Der Wohnungsleerstand im Jahr 2011 macht 0,06 Prozent aus. Mit anderen Worten: Die reiche Stadt Zürich ist arm an (bezahlbarem) Wohnraum. Es macht also durchaus Sinn, auch in einem von Zersiedlung bedrohten Land wie der Schweiz über eine Bauform zu reflektieren, die in die Höhe plant, statt sich breit zu machen. Dass allerdings Bauten wie der kürzlich fertiggestellte Prime-Tower des Architekturbüros Gigon/Guyer vor allem zahlungskräftigen Unternehmen ein prestigeträchtiges Zuhause bietet, dass also Hochhäuser in der westlichen Hemisphäre - anders als im asiatischen Raum - mehr dem baulichen Protzen, denn verdichteten, preiswerten Wohnraumkonzepten dient, ist eine der Erkenntnisse, mit der man die Ausstellung ‹Hochhaus - Wunsch und Wirklichkeit› verlässt. In «Fallstudien» wird die kulturelle Bedeutung des hohen Bauens für Metropolen wie London, New York, Dubai, Hongkong, Schanghai und Zürich verglichen. Neben aufschlussreichen Modellen zeigt sich hier ausserdem einmal mehr die Liebe zwischen Architektur und der sie abbildenden Fotografie. Und die eine Skyline imitierende Ausstellungsarchitektur des Büros Holzer & Kobler mit ihrer enge Gassen bildenden Stadtkulisse macht physisch spürbar, was «Urbanität» im Schatten von Giganten bedeuten kann.

Bis: 02.01.2011


Publikation bei Hatje Cantz



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Ausgabe 11  2011
Ausstellungen Hochhaus - Wunsch und Wirklichkeit [31.08.11-02.01.12]
Institutionen Museum für Gestaltung [Zürich/Schweiz]
Autor/in Verena Doerfler
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