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Editorial
12.2011





  
TITELBILD · Tomás Saraceno · Observatory/Air-Port-City, 2008, Hayward Gallery, London, Courtesy Andersen's Contemporary, Tanya Bonakdar Gallery, pinksummer contemporary art


Kunst oder Nichtkunst? Sind die sphärischen Gebilde von Tomás Saraceno künstlerisch umgesetzte utopische Weltentwürfe oder nur fröhliche Hüpfburgen? Stellvertretend für uns fragt dies der Autor Raimar Stange und lässt einmal mehr deutlich werden: Die Definition von Kunst ist fliessend, das laufende Aushandeln von Grenzen und Wertsystemen ist Teil eines journalistischen Alltags. An diesem Diskurs wollen wir Sie teilnehmen lassen.
Dazu gehören Ein- und Überblick. Das Thema Kunstförderung haben wir in diesem Jahr zu einem zentralen Thema werden lassen. Die visuelle Kunst ist daran, ihre langjährig erprobten Plattformen zu verspielen. So stellt Andreas Münch vom Bundesamt für Kultur fest: «2012 wird für die ‹Swiss Art Awards› ein Jahr der Neuerungen und des Übergangs werden.» Er kann zwar versichern, dass der Eidgenössische Wettbewerb für Kunst, Architektur und Vermittlung und die Ausstellung ‹Swiss Art Awards› parallel zur Art Basel fortgeführt werden. Als wichtigste Änderungen fallen jedoch ins Auge, dass die Alterslimite von vierzig Jahren fällt und Studierende, die an einer Kunst- oder Architekturschule immatrikuliert sind, nicht mehr am Wettbewerb teilnehmen können. Dazu kommt, dass gemäss dem neuen Wettbewerbsreglement statt der bisherigen Preissumme von CHF 810'000 für Kunstschaffende nur noch rund CHF 500'000 zur Verfügung stehen werden. So können zukünftig statt 30 nur noch 20 Preise à rund CHF 25'000 ausgerichtet werden. Die hier beiliegende Jahrespublikation des Bundesamtes für Kultur zeigt einmal mehr, dass wir eine lebendige Kunstszene haben, die förderungswürdig ist und eine öffentliche Unterstützung lohnt. Die erwähnten Zahlen erhellen jedoch, wie die visuelle Kunst aus politischer Sicht bewertet wird.



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Ausgabe 12  2011
Autor/in Claudia Jolles
Künstler/in Tomas Saraceno
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