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Hinweis
12.2011




Basel : Louise Bourgeois


von: Yvonne Ziegler

  
Louise Bourgeois · The Waiting Hours (Detail), 2007, 12 Bilder, Stoff, Court. Cheim & Read, Hauser & Wirth © ProLitteris


Louise Bourgeois' Ausstellung in der Fondation Beyeler ist klein, aber fein. Ausgewählte Werke verschiedener Schaffensperioden lassen wichtige Berührungspunkte mit Léger, Bacon oder Giacometti sichtbar werden. Es gilt in Bourgeois' stark biografisch geprägtem Werk die intensive Auseinandersetzung mit zeitgenössischer Avantgarde und der Stellung der Frau in der Nachkriegsgesellschaft zu entdecken. An ihren frühen Plastiken der Fünfzigerjahre, bestehend aus aufeinandergesetzten Holzquadern oder rot bemalten Dreieckskörpern, sind formale Fragen um das Gegensatzpaar Abstraktion/Figuration ablesbar - indem einzelne Formen farbig gefasst oder additiv aneinandergereiht werden oder geometrische Körper durch ihre vertikale Anordnung eine menschliche Figur suggerieren. Das Stapelschema nimmt Bourgeois in einer aus alten Tapisseriequadern aufgebauten Arbeit 2007 wieder auf; eine selbstbewusste Arbeit, die weiblich konnotiertes Material im formalistischen Duktus der männlich geprägten Minimal Art zeigt. Eindrücklich sind ihre unzähligen nächtlich entstandenen Aufzeichnungen, ihre aus eigenen Kleidern geschaffenen Seebilder und eine riesige Zellen-Installation im Untergeschoss als Spiegelbild innerer Seelennöte. Im Park thront ein weibliches Spinnentier.

Bis: 08.01.2012



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Ausgabe 12  2011
Ausstellungen Louise Bourgeois [03.09.11-08.01.12]
Institutionen Fondation Beyeler [Basel/Riehen/Schweiz]
Autor/in Yvonne Ziegler
Künstler/in Louise Bourgeois
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