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Hinweis
12.2011




Friedrichshafen : Nevin Aladaǧ


von: Ralf Christofori

  
Nevin Aladaǧ· Einholen des Rosettenwasserschöpfers mit dem Kran der Kormoran, 2011


Sechs Monate hat die in Berlin lebende Künstlerin Nevin Aladaǧ (*1972) als Stipendiatin der ZF Kunststiftung in Friedrichshafen verbracht. Sechs Monate hoch oben im Turmatelier des Zeppelin Museums mit grandioser Aussicht über den Bodensee bis nach Österreich und in die Schweiz. Natürlich wäre es allzu verlockend, in diesem Atelier die schönsten Bilder zu malen oder zu fotografieren. Aladaǧ aber hat ihren Aufenthalt für ein künstlerisches Forschungsprojekt genutzt. Das Ergebnis zeigt sie jetzt sinnigerweise im sogenannten «Grenzraum» des Zeppelin Museums. Denn genau darum geht es Aladaǧ in ihrem Projekt ‹Border Sampling›: um Grenzräume und Grenzen, die zwar kartografisch gezogen werden, geografisch und psychologisch aber nicht immer mess- oder markierbar sind. Konkret begleitete die Künstlerin das deutsche Forschungsschiff Kormoran bei einer Entnahme von Wasserproben an der tiefsten Stelle des Bodensees bei N 47° 37’ 29” / O 9° 22’ 31”. Per Video dokumentiert Aladaǧ die Messfahrt in «Internationalem Gewässer» und das Abfüllen der Wasserproben, die schliesslich – als Teil der künstlerischen Arbeit – in geschlossenen Glaskolben versiegelt werden. Ein schönes Bild, das die Vorstellung auf ebenso reale wie poetische Weise anreichert.

Bis: 04.12.2011



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Ausgabe 12  2011
Autor/in Ralf Christofori
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