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Hinweis
12.2011




Innsbruck : Vergangenes Begehren


von: Brita Polzer

  
Franz Kapfer · Elisabeth, 1991 © ProLitteris


Wie das Psychische das kollektive ebenso wie das individuelle Gedächtnis prägt, ist die Frage, um welche die Ausstellung kreist. ‹Vergangenes Begehren› soll den Wunsch sowohl nach kollektiven historischen Erzählungen wie nach subjektiver Erinnerung ausdrücken. Auch wenn Nationen und Staaten kein Gedächtnis «haben», so «machen» sie es sich in Form von memorialen Zeichen und Symbolen, z.B. Riten und Monumenten. Und dieses kollektive, ebenso wie das individuelle Gedächtnis - so die Kulturwissenschaftlerin Aleida Assmann - zielt auf Identitätsherstellung. Die Ausstellung stellt zehn internationale Positionen vor. Viele beschäftigen sich mit Bauwerken, Denkmälern, Plätzen und Orten, nicht nur weil diese als Träger von Geschichte funktionieren, sondern auch, weil sich in ihnen Wünsche, Ängste und Phantasmen vergangener Zeiten ausdrücken. Franz Kapfer (*1971, lebt in Wien) bspw. versucht, der in Denkmälern verborgenen Mentalität auf die Spur zu kommen. In seiner Performance ‹Elisabeth› nähert er sich dem Salzburger Kaiserin-Elisabeth-Denkmal an, der vielbesungenen Sissi, die hier drei Jahre nach ihrem Tod, 1901, gewürdigt wurde. Kapfers Annäherungsversuche enden in einer innigen Umklammerung, begründet im Tatbestand, dass seine erste Liebe den gleichen Namen hatte. Das Monument der kollektiven Erinnerung aber bleibt der persönlichen Aneignung fremd. Einige weitere Beteiligte sind: Yael Bartana, Ulla von Brandenburg, Chen Chieh-Jen, Anne-Mie van Kerckhoven.


Bis: 04.12.2011



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Ausgabe 12  2011
Ausstellungen Vergangenes Begehren [15.10.11-04.12.11]
Institutionen Galerie im Taxispalais [Innsbruck/Österreich]
Autor/in Brita Polzer
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