Links zum Text und die Möglichkeit, diese Seite weiterzusenden, finden Sie am Ende dieser Seite


Hinweis
12.2011




Luzern : Urs Frei


von: Dominique von Burg

  
Urs Frei · Atelieraufnahme, 2011


Bunten Schmetterlingen oder Blumen ähnlich kleben x- und ovalförmige sowie mehrgliedrige Bilder in leuchtenden Farben an der Wand. Die bald monochromen, bald vielfarbigen Werke treten wie schwebend in Erscheinung und strahlen eine sinnliche Präsenz aus. Mit ihrem oftmals abstrakten, zeichenhaften Charakter fügen sie sich zum malerischen Raumbild; gleichzeitig eignet ihnen etwas Objekthaftes an. Urs Frei (*1958) arbeitet nicht nach festen Vorstellungen. Der Zürcher Künstler lässt über einen Trichter oder einen alten Kaffeefilter Farben auf die grundierte Leinwand, Holzfläche oder Papier fliessen. Es entstehen Linien von unterschiedlicher Konsistenz, die sich zu Strukturen, Rhythmen und Mustern aus Farbtupfen und -flächen verdichten und in einem eigenen Duktus gehalten sind. Frei, der spätestens seit seiner Bespielung der Kirche San Stae im Rahmen der Biennale Venedig, 1997, bekannt ist, hatte lange Zeit zum Tafelbild ein ambivalentes Verhältnis. Sein Weg reicht von kargen Skulpturen aus Holz und Zement über Schrottassemblagen zu prall gefüllten und verschnürten, mit bunten Lackfarben bemalten Plastiksäcken und auf Holzlatten gestützte Platten. Mit Anklängen an die bricollageartige Konstruktionsweise eines Kurt Schwitters oder an die Drippings von Jackson Pollock scheinen sich die Bilder von Frei im selbstvergessenen experimentellen Spiel zu entfalten.

Bis: 23.12.2011



Links

Anfang Zurück zum Anfang
Ausgabe 12  2011
Ausstellungen Urs Frei [13.11.11-23.12.11]
Institutionen tuttiart [Luzern/Schweiz]
Autor/in Dominique von Burg
Künstler/in Urs Frei
Weitersenden http://www.kunstbulletin.ch/router.cfm?a=111125152120E2T-31
Geben Sie diesen Link an, falls Sie diesen Eintrag weitersenden möchten.