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Hinweis
12.2011




Reims : ‹La Fabrique sonore›


von: J. Emil Sennewald

  
Théo Mercier · Freedom frie banana rock'n roll, 2011, Courtesy Galerie Gabrielle Maubrie


Ganz in der Nähe der FRAC erstrecken sich kilometerlang Gänge, seit den Römern in den Kreidefelsen gegraben. Hier haben Claire Staebler und Charles Carcopino eine «Klangfabrik» eingerichtet, die dem Gewebe von Sound und Objekt in der zeitgenössischen Kunst mit rund 30 Beiträgen nachgeht. Das Risiko, in der Sektkellerei bloss Kunst zwischen Champagnerflaschen zu stellen, wurde mit intelligenter kuratorischer Arbeit umschifft, indem künstlerische Maschinen und Mechaniken, die Klang erzeugen, auf die akustische Eigenheit des Ortes abgestimmt wurden. Da viele der Arbeiten eigens für die Domaine produziert wurden, entsteht ein anregender Rundgang durch neue Klangskulpturen. Sinnbildlich setzt das Roman Signers Video um: Über die Stufen der Eingangstreppe rollt ein grosser Sitzball hinab. Am Fuss stehen wir, zusammen mit zwölf leeren Champagnerflaschen. Statt zur Kollision kommt es zum Sprung: Der Ball prallt auf, springt aus dem Bild - nur eine Flasche fällt, ihr Klirren hallt durch die Gänge. Ein paar Schritte weiter schleifen Dominique Blais' ‹disques rouges›, 2011, in gebranntem Ton nachgeformte Schlagzeug-Becken, die an langen Stahlseilen befestigt sind, dicht über dem Boden. Besser können Ort, Form und Klang kaum korrespondieren. Passend auch die herrenlosen Gummistiefel ‹création›, 2011, der Genferin Delphine Reist, die rhythmisch auf den Boden tappen.

Bis: 30.03.2012



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Ausgabe 12  2011
Ausstellungen Expérience Pommery #9 [23.09.11-31.03.12]
Institutionen Domaine Pommery [Reims/Frankreich]
Autor/in J. Emil Sennewald
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