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1/2.2012




Appenzell : Stefan Inauen


von: Kristin Schmidt

  
Stefan Inauen · Kopfwehschiff 2010/2011, Ausstellungsansicht Kunsthalle Ziegelhütte


Die Farben knallen, die Formen explodieren, die Ornamente wuchern. Lichterketten verbreiten Partystimmung. Totes Fleisch wird als Zubehör magischer Praktiken inszeniert. Spiegel, Kulissenarchitektur, sakrale Motive und eine Galionsfigur verbinden sich zu einem mit Symbolik schwer beladenen Geisterschiff, das ‹Kopfwehschiff›. Stefan Inauen (*1976) bestreitet damit die erste monografische Ausstellung eines appenzellischen Gegenwartskünstlers der Stiftung Liner Appenzell. In einem vielschichtigen, metaphorischen Panoptikum bringt er Elemente der Volkskunst, der Pop Art, der Heavy-Metal-Szene, des Okkultismus, des Surrealismus, der Op Art, des Graffiti und anderen eigentlich unvereinbaren Bereichen zueinander. Kaum ist aber das eine Motiv identifiziert, ergeben sich visuelle und inhaltliche Interferenzen mit dem nächsten. Inauen wertet nicht, er kritisiert nicht, er präsentiert eine amalgamierte Weltsicht, in der alles Heterogene vorläufig noch Platz hat. Doch der Ausstellungstitel ‹Kampf um die Vorherrschaft von Licht und Dunkelheit› suggeriert die Möglichkeit einer Entscheidung. Wodurch und zu wessen Gunsten sie aber getroffen wird, ja ob sie überhaupt getroffen werden kann, wird unserem Erkenntnisprozess überlassen.

Bis: 04.03.2012



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Ausgabe 1/2  2012
Ausstellungen Stefan Inauen [28.11.11-04.03.12]
Institutionen Kunsthalle Ziegelhütte [Appenzell/Schweiz]
Autor/in Kristin Schmidt
Künstler/in Stefan Inauen
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