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1/2.2012




Düsseldorf : Chris Martin


von: Katja Behrens

  
Chris Martin · Motown Music and the Astral Plane, 2007-2008, Mixed media, Öl und Collage auf Leinwand, 122 x 97 cm


Amy Winehouse, James Brown, Alfred Jensen, Forrest Bess und Hilma af Klint: Ihnen allen erweist der amerikanische Künstler Chris Martin (*1954) seine Reverenz. Warum? Weil sie gestorben sind oder weil sie grosse Künstler waren und er sie verehrt. Oder beides. In seiner ersten institutionellen Einzelausstellung ausserhalb der USA ist deutlich erkennbar, was Martin umtreibt und wie er seine Kompositionen im Leben verankert. Nie sind seine Farbfelder akkurat, die Leinwand nie ein planer Grund. Die Farbe knallt, Text und Zahlen ebenso. Das Material entfaltet in jedem Bild ein Eigenleben: Nähte im Stoff, Zeitungsseiten oder Schallplatten, Silberfolie. Viele der starken frühen Bilder verharren im kleinen Format, nur eine Riesentafel ragt in den Raum. Namen tauchen auf, immer wieder der siebenstrahlige Stern, der Greif, abstrahiert zu einem geometrischen Ornament. Der Bezugsrahmen ist weit, Beuys, Julian Schnabel, Polke, Picasso oder der Abstrakte Expressionismus. Kunst, so sagt er, habe für ihn auch eine heilende, therapeutische Funktion. Dass er dabei jedoch keine strenge Grenze zwischen High und Low zieht, dass er Pop Art und spirituelle Abstraktion zusammen denkt, macht die Arbeiten umso sympathischer und irgendwie präzise. Eine gute Entdeckung.

Bis: 15.01.2012



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Ausgabe 1/2  2012
Ausstellungen Chris Martin [22.10.11-15.01.12]
Institutionen Kunsthalle Düsseldorf [Düsseldorf/Deutschland]
Autor/in Katja Behrens
Künstler/in Chris Martin
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