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1/2.2012




Krefeld : Mamma Andersson


von: Sabine Elsa Müller

  
Mamma Andersson · Ramble On, 2011, Mixed media on panel, 111,5 x 228,5 cm


Mit ihrem Auftritt 2003 auf der Biennale Venedig wurde Mamma Andersson (*1962) über ihr Heimatland Schweden hinaus bekannt. 2007 richtete ihr das Moderna Museet in Stockholm eine erste Retrospektive aus, nun folgt ihr längst überfälliges Debüt in Deutschland. Die nicht allzu grossen Formate - 14 Arbeiten in Mischtechnik auf Holz und 4 Aquarelle auf Papier, alle 2011 - brauchen eine intime Atmosphäre, um sich zu entwickeln. In den ehemaligen Wohnräumen des Haus Esters finden sie genau zu diesem Schwebezustand, in dem sich aus einer banalen Situation heraus ein existentieller Abgrund auftut. Andersson ist darauf spezialisiert, in ihren Bildern etwas einzufangen, das sich nicht wirklich zeigt, sich aber dennoch unübersehbar räumlich mitteilt. Mit dramatischem Gespür verbinden sich malerisch verwandte Flächen zu Trugbildern der Psyche. Die Künstlerin leugnet dabei keineswegs ihre Anleihen aus Fotografie, Theater, Film, skandinavischer Landschaftsmalerei oder der symbolischen Formensprache eines Edvard Munch, findet aber in jedem Bild zu einem singulären Ausdruck. Gesprayte Farbtupfer oder wuchernde Flecken wie in dem titelgebenden ‹Dog Days›, in dem sich eine schwarze Form wie auslaufende Tinte unheilschwanger ins Bild frisst, verstärken noch den Eindruck roher, zügelloser Kräfte.

Bis: 05.02.2012



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Ausgabe 1/2  2012
Ausstellungen Karin Mamma Anderson, Franz Erhard Walther [23.10.11-05.02.12]
Institutionen Museum Haus Esters/Lange [Krefeld/Deutschland]
Autor/in Sabine Elsa Müller
Künstler/in Karin Mamma Anderson
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