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1/2.2012




Linz : Markus Schinwald


von: Patricia Grzonka

  
Markus Schinwald · Ausstellungsansicht Lentos Kunstmuseum Linz 2011© ProLitteris Foto: mascheks


Markus Schinwalds Arbeiten erzählen häufig von einem gewissen Unbehagen und einer Dichotomie zwischen Körper und Psyche. Mit dieser schwarzromantischen Vorstellung können allerhand unheimliche Effekte generiert werden: Menschen tanzen wie Puppen, Kleidungsstücke zwängen deren Träger in unbequeme Stellungen, deformierte Schuhe wollen lieber nicht angezogen werden. Wiewohl diese Ideen nicht ganz neu sind, so finden sie in den Umsetzungen des österreichischen Künstlers (*1973), der 2011 Teilnehmer an der Biennale Venedig war, variantenreiche Darstellungen, die unterschiedliche Medien umfassen. In einer unschuldig-weissen architektonischen Bühnen-Installation werden drei leicht konsumierbare Kurzfilme vorgeführt, in denen mechanistische Menschen zu bedeutungsschweren Off-Kommentaren seltsame Handlungen vollführen. Auf mehreren Podesten finden sich kleine Boxen mit animierten Szenen oder arrangierten Fotografien, die an Giovanni Battista Piranesis fantastische Architekturen erinnern; ein wandfüllender, tiefroter Vorhang ist mit grotesken Puppen bedruckt. Die latent vorhandene Uneindeutigkeit des Objekts kommt vielleicht am besten in den duchampesken Holzskulpturen zum Ausdruck, in denen vorgefundene mit bearbeiteten Tischbeinen eine hübsche Melange ergeben.

Bis: 12.02.2012



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Ausgabe 1/2  2012
Ausstellungen Markus Schinwald [28.10.11-12.02.12]
Institutionen Lentos Kunstmuseum [Linz/Österreich]
Autor/in Patricia Grzonka
Künstler/in Markus Schinwald
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