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1/2.2012




Luzern : Ernst Schurtenberger


von: Niklaus Oberholzer

  
Ernst Schurtenberger · Ohne Titel, 2000-2006, Tempera auf Papier, 20,8 x 29,5 cm


Ernst Schurtenberger (1931-2006), in Luzern aufgewachsen, als Maler Autodidakt, auch Jockey und stolzer Besitzer eines Vollbluthengsts, Sammler alter und meist halb kaputter Sachen, zwischen Mailand, Luzern und dem österreichischen Waldviertel zirkulierend, einmal aufbrausender Choleriker, dann wieder lammfromm: ein Gerücht von einem Künstler, der hier verschwand und dort wieder auftauchte, nicht sehr erfolgreich, gesammelt fast nur von Gottlieb Anliker. 1987 zeigte ihn Beat Wismer im Kunsthaus Aarau. Sonst gab's Galerieausstellungen. Nun ist ihm im Kunstmuseum Luzern zu begegnen - in einer strengen Auswahl aus dem überbordend grossen und qualitativ schwankenden Werk. Heinz Widauer, Kurator an der Albertina in Wien, nahm sie vor. In der Präsentation erweist sich Schurtenberger als ein zwischen expressiver Abstraktion und emotionsgeladener Inhaltlichkeit pendelnder Maler, der in den Sechzigerjahren das Pariser Künstlermilieu genoss. Einmal schwelgte er in üppiger Farbigkeit, dann wieder setzte er - in Porträts und Akten - den Pinsel zeichnend auf die grosse weisse Leinwand. In die Schau einbezogen sind auch Zeichnungen des Künstlers, der sich in diesem Medium mehr als sonst von Zwängen befreite und zu einer oft leichtfüssigen Unmittelbarkeit fand.

Bis: 12.02.2012



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Ausgabe 1/2  2012
Ausstellungen Ernst Schurtenberger [22.10.11-12.02.12]
Institutionen Kunstmuseum Luzern [Luzern/Schweiz]
Autor/in Niklaus Oberholzer
Künstler/in Ernst Schurtenberger
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