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1/2.2012




Winterthur : Bernd und Hilla Becher


  
Bernd und Hilla Becher · Charleroi-Montignies, B, 1971, Silbergelatine-Abzug, 50 x 60 cm. Courtesy of Schirmer/Mosel


Als «Fachfrau» kennt man die Bechers, man weiss, dass sie seit über vierzig Jahren Industriebauten dokumentieren und - in der Tradition von K. Blossfeldt, A. Sander, E. Atget oder W. Evans - Interesse an Strukturen und Typologien, an Fabrikhallen, Fördertürmen, Gasbehältern, aber auch Fachwerkhäusern bekunden. Die Begegnung mit den Originalen - grossen Abzügen der Industrielandschaften, räumefüllend aneinandergereiht - löst dann gleichwohl Begeisterung aus. Bernd (1931-2007) und Hilla (*1934) Becher waren bemüht um möglichst neutrale Darstellung einer Baukultur, von der heute - zumindest in Europa - nicht mehr viel übrig ist. Der um Sachlichkeit bemühte Gestus steht in krassem Gegensatz zum ins Visier genommenen Inhalt. Man hat das Gefühl, hier seien archaische Ungetüme gebändigt, fast organisch anmutende, mehr oder minder chaotische Gebilde, die sich gigantisch in die Fläche und gen Himmel erstrecken. Und je länger man in die rohen Industrielandschaften hineinspaziert, desto differenzierter lassen sich die unterschiedlichen Typologien und auch die menschlichen und sozialen Kontexte entdecken: die Belegschaft einer Zeche unter Bäumen um einen Tisch oder Schrebergärten mit penibel geschorenen Hecken.


Bis: 12.02.2012



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Ausgabe 1/2  2012
Ausstellungen Bernd u. Hilla Becher [26.11.11-12.02.12]
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Institutionen Fotomuseum Winterthur [Winterthur/Schweiz]
Künstler/in Bernd Becher
Künstler/in Hilla Becher
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