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1/2.2012




Zürich : Guido Baselgia


von: Gisela Kuoni

  
Guido Baselgia · Morteratsch #01, 2011, Fotografie in Leuchtkasten, 100 x 125 cm


Bergbilder gibt es viele - doch was Guido Baselgia in seinen Fotografien übermittelt, ist etwas anderes. Baselgia bildet nicht einfach ab, was er sieht. Er erlebt und erleidet seine Arbeiten in zähem Warten, beim Laufen und Klettern, beim Ausharren in Kälte und Einsamkeit, bei Licht und Düsternis. Er thematisiert Zeit und Unendlichkeit, Werden und Vergehen. Sein Motiv sind die Berge - ‹Alpenfalten› heisst seine neue Ausstellung. Ganz neu sind zwei Arbeiten in LED-Leuchtkästen, bei welchen das Glas-Negativ zur Projektionsfläche und so zum Bild wird. Das Innere des Morteratschgletschers wölbt sich, durchleuchtet, in spitzigen Falten und weichen Wellen nach innen und aussen. Andere Aufnahmen umkreisen das Tinzenhorn - Baselgia befindet sich mit dem Berg auf Augenhöhe, im realen und im übertragenen Sinn. Er sucht nicht monumentales Erschauern, sondern vielmehr eine innere Annäherung an die felsige Wand. Ein eigenes zweiteiliges Panorama entstand von einem Flieger aus, wenn sich der Vordergrund schneller verändert als der markante Hintergrund eines Berggipfels und so das Dahinfliessen der Zeit mit ins Bild kommt. Nähe und Ferne bedingen sich und heben sich gleichzeitig auf. Allen Arbeiten von Baselgia wohnt eine tiefe philosophische Dimension inne.

Bis: 05.04.2012



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Ausgabe 1/2  2012
Ausstellungen Guido Baselgia [18.01.12-05.04.12]
Institutionen Andres Thalmann [Zürich/Schweiz]
Autor/in Gisela Kuoni
Künstler/in Guido Baselgia
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