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Hinweis
4.2012




Basel : Róza El-Hassan


von: Gabriel Flückiger

  
Róza El-Hassan · Untitled, 2002/03, Collage, 40,3 x 29,6 cm. Courtesy Tony Wüthrich Galerie


Frühe zeichnerische Arbeiten der ungarisch-syrischen Künstlerin Róza El-Hassan (*1966) erweisen sich als feingliedrige Liniengewusel, die in ihrer Dichte und Dynamik sowohl an organische Strukturen als auch an kindliche Kritzeleien erinnern. Die als Kleinformate oder vereinzelt als Wandzeichnungen entstandenen Gebilde wirken emotional und drängend. Ab 2000 begann El-Hassan an der Werkgruppe ‹R. thinking/dreaming about Overpopulation› zu arbeiten. Die Zeichnungen zeigen nicht mehr nur abstrakt verwobene Knäuelformen, sondern vielmals schemenhafte Gestalten, Wortnotizen oder politische Symbole. Sie handeln von religiösen oder ethnischen Diskriminierungen - «two arabs leaving paradise» - oder werfen Fragen nach der visuellen Erscheinung von politischen Demonstrationen auf - «Duchamp's pissoire as demonstration object». Das Kunstmuseum zeigt momentan eine Auswahl von El-Hassans Papierarbeiten sowie ausgewählte Skulpturen und führt in ein reichhaltiges Schaffen ein, welches auch Performances und soziale Projekte beinhaltet. Ein Schaffen, das sich dem Poetischen und Verspielten genauso annimmt wie der Auseinandersetzung mit gesellschaftspolitischen Themen und eine Grenzziehung gekonnt verwischt.

Bis: 20.05.2012


Katalog, Hatje Cantz



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Ausgabe 4  2012
Autor/in Gabriel Flückiger
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