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Hinweis
4.2012




Herford/Kleve : Asche und Gold


von: Cynthia Krell

  
James Lee Byars · The Death of James Lee Byars, 1994, Courtesy Marie-Puck Broodthaers


Die dicht bestückte Gruppenausstellung ‹Asche und Gold - Eine Weltenreise› lebt von der kulturellen Befragung zweier gegensätzlicher Werkstoffe. Viele der ausgewählten Arbeiten faszinieren in erster Linie aufgrund der Ästhetik ihrer Materialien. Dazu zählt die Raum-im-Raum-Konstruktion eines mit feinstem Blattgold ausgekleideten Kubus, den James Lee Byars für seine Performance ‹The Death of James Lee Byars›, 1994, schuf oder der von Anish Kapoor vergoldete konkave Stahlspiegel ‹Untitled›, 2001. Die abstrakten Feuergouachen von Otto Piene aus den Siebzigerjahren oder die raumgreifende Installation ‹As if there was a tomorrow›, 2011, aus verbranntem Holz von Gereon Krebber bestechen durch die brachiale Schönheit der hinterlassenen Feuerspuren. Vor lauter Materialvielfalt müssen die (konsum-)kritischen sehenswerten Werke eines Joseph Beuys, Marcel Broodthaers, Yves Klein oder Subodh Gupta gezielt gesucht werden. Doch gerade eine über die Ästhetik hinausgehende Auseinandersetzung macht den Reiz dieser anregenden Ausstellung aus. Denn erst mit der kontrastreichen Gegenüberstellung stellt sich die elementare Frage, welches Material nachhaltiger wirkt und existenziellere Denkbilder auslöst.

Bis: 19.08.2012



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Ausgabe 4  2012
Autor/in Cynthia Krell
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