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4.2012




Porrentruy : Franziska Furter


von: Alice Henkes

  
Franziska Furter · Gyre, 2012


Naturphänomene haben Franziska Furter (*1972) bereits in ihren frühen Arbeiten beschäftigt, die deutlich von der Welt der Comics geprägt waren. Längst hat sich das visuelle Vokabular der Baslerin erweitert und ist zu einer eigenen, poetisch-präzisen Bildsprache gewachsen, mit der sie atmosphärische Stimmungen und Ereignisse auf eine verblüffend klare Weise sichtbar macht. Die mehrteilige Installation ‹Gyre› trägt den englischen Begriff für Luftströme als Titel und reflektiert Wetterphänomene. Durch die Halle spannt sich eine schwarze Wimpelkette aus Vinyl, die aussieht, als habe sich das meteorologische Symbol für eine Kaltluftfront von der Wetterkarte gelöst und ins Dreidimensionale aufgeschwungen. Trotz des hohen Abstraktionsgrades suggeriert die dunkle Wimpelwolke Sturm. Furter gelingt es, emotional besetzte Wetterereignisse mit sparsamen Objekten fühlbar werden zu lassen. Die Reduktion bewirkt eine Konzentration auf ästhetische Qualitäten, als filtere sie die Essenz des Sturms, des Lichts, des Regens aus der Wirklichkeit. So macht sie aus bunt schillernden Kreisen aus Metalldraht ein Bild eines sich in Pfützen spiegelnden Regenbogens, das beglückend ist und frei von süsslichen Nebengefühlen.

Bis: 01.04.2012



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Ausgabe 4  2012
Autor/in Alice Henkes
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