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4.2012




Wien : Michael Snow


von: Patricia Grzonka

  
Michael Snow · SSHTOORRTY, 2012, Ausstellungsansicht Secession. Foto: Wolfgang Thaler


Eine Kurzgeschichte noch kürzer erzählt: Der Anfang des nur eine Minute 45 Sekunden langen Films ‹Sshtoorrty› enthält bereits sein Ende, eine Kürzestdarstellung einer brüchigen Liebesbeziehung, in der auch ein Bild im Bild eine tragende Rolle spielt ... Der kanadische Filmemacher, Musiker und Fotograf Michael Snow (*1929) arbeitet mit technischen Überlagerungen und mit einem ungewöhnlich breiten, medienübergreifenden Ansatz. Die Reflexion verschiedener Betrachterstandpunkte spielt in seinen multimedialen Arbeiten ebenso eine Rolle wie die naturalistische, ungeschönte Abbildung der Aussenwelt. Die Wiener Secession zeigt sieben neuere Installationen Snows, die das breite Spektrum des Zugangs, die Verschachtelung von Ton und flächigem, zweidimensionalem Bild erkennen lassen. Bewegtheit und Sound, Rhythmus und Struktur sind Parameter, an denen der kanadische Künstler nicht in formaler Abstraktion, sondern mittels einer motivischen Gegenständlichkeit arbeitet.
Michael Snow kommt ursprünglich von der Musik, vom freien Improvisieren, zur Fotografie und zum Film. In Wien konnte man neben einer umfassenden Filmschau im Österreichischen Filmmuseum während der Eröffnungstage auch ein beeindruckendes Piano-Gastspiel-Solo im Konzerthaus erleben.

Bis: 15.04.2012



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Ausgabe 4  2012
Autor/in Patricia Grzonka
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