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5.2012




Altdorf : Willy Spiller


von: Niklaus Oberholzer

  
Willy Spiller · Peter Fischli & David Weiss in ihrem Atelier, Zürich 1992


Die 1988er-Unruhen in Zürich mit Polizei, sprühenden Wasserwerfern, jugendlichen Demonstranten, Dutschke- und Che-Guevara-Transparenten, die dreckige und gefährliche New Yorker Untergrundbahn in den 1980er-Jahren, schillerndes alltägliches Leben der 1970er-Jahre im Zürcher Kreis 4, Syrien im vergangenen Jahr, Dia-Shows mit allerhand schweizerischen Randständigkeiten von 1970 bis 2012: Der 65-jährige Zürcher Willy Spiller war und ist ein Fotograf, der die Menschen dort abholt, wo sie sind, der Brüche in der Existenz und der Gesellschaft greifbar macht, und der mit einem klugen Blick für den entscheidenden Augenblick das wahre Bild erst ermöglicht. Ihm widmet das Haus für Kunst Uri eine umfangreiche und schön präsentierte Retrospektive. Zudem belegt Spiller in einer Serie von intimen Künstlerbildnissen seine Zusammenarbeit mit Roman Signer und David Weiss. Und er zeigt drei in ihrer Ironie erfrischend ehrliche Bildnisse von Trachtenträgerinnen. Im Parterre leuchtet über allem eine mondbeschienene Churfirstenlandschaft, und im Dachstock läuft der Film ‹Unbegleitete Tour› über Schweizer S-Bahn-Alltäglichkeiten. Eine Tonbildschau widmete Spiller Paul Nizon zum 70. Geburtstag.

Bis: 20.05.2012



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Ausgabe 5  2012
Ausstellungen Heinrich Danioth, Willy Spiller [10.03.12-20.05.12]
Institutionen Haus für Kunst Uri [Altdorf/Schweiz]
Autor/in Niklaus Oberholzer
Künstler/in Willy Spiller
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