Links zum Text und die Möglichkeit, diese Seite weiterzusenden, finden Sie am Ende dieser Seite


Hinweis
5.2012




Bern : Luigi Ontani


von: Gabriel Flückiger

  
Luigi Ontani · ErmEstetica BernErmEtica, 2012, Keramik


Von Wilhelm Tell über Nietzsche bis zur biblischen Salome. Luigi Ontani (*1943) ist vielgestaltig. Neben körperbetonten Performances inszeniert sich der aus Italien stammende Künstler seit den Siebzigerjahren auf Fotografien und in Skulpturen aus Keramik in den unterschiedlichsten (kunst-)historischen, religiösen und politischen Rollen. Die - ganz postmodern - zitierfreudigen Werke erscheinen als eigenwillige Geschöpfe innerhalb einer obskuren Referenzlogik. So mimt Ontani beispielsweise Gertrude Stein als kleinwüchsige und wulstige Skulptur, deren Körper wiederum mit runden Selbstporträts versehen ist. Zusätzlich umrunden konzentrische Kreise aus goldenen Steinchen die Skulptur. Ontani führt sie dadurch in einen sakralisierten Bereich. Wenn der Künstler des Weiteren indische Gottesdarstellungen oder balinesische Masken in individuelle künstlerische Formen verwandelt, kreiert er eigene Mythologien, die sich eines zeit- und raumdurchlässigen Fundus bedienen und genauso kitschig wie symbolisch aufgeladen sind. In der Kunsthalle ist nun die erste Einzelausstellung von Ontani in der Schweiz zu sehen und zeigt Ausschnitte aus dem Kosmos dieses - wie er sich selbst bezeichnet - androgynen Zwitters.

Bis: 27.05.2012



Links

Anfang Zurück zum Anfang
Ausgabe 5  2012
Ausstellungen Luigi Ontani [06.04.12-27.05.12]
Institutionen Kunsthalle Bern [Bern/Schweiz]
Autor/in Gabriel Flückiger
Künstler/in Luigi Ontani
Weitersenden http://www.kunstbulletin.ch/router.cfm?a=120427120049D5E-20
Geben Sie diesen Link an, falls Sie diesen Eintrag weitersenden möchten.