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Hinweis
5.2012




Düsseldorf : Roman Ondák


von: Sabine Elsa Müller

  
Roman Ondák · The Hill Seen from Afar, 2011, Skizze


Roman Ondák (*1966) wurde in der Tschechoslowakei geboren und im Spannungsfeld zwischen Ost- und Westkunst sozialisiert. Er laboriert mit Scherz, Satire, Ironie an der Grenze zwischen Hochkultur und Alltag. Der Titel der Ausstellung ‹Within Reach of Hand or Eye› richtet das Augenmerk auf den eigenen Tellerrand, auf dass man ihn überwinde. Im ersten Raum konfrontiert er uns in ‹Across That Place›, 2008-2011, mit einem Comeback früher Konzeptkunst. Echte und unechte Dokumente, ein Video, Gemälde, Land- und Postkarten berichten von einer vermeintlichen Kunstaktion, die am 31. August 2008, 15 Uhr, am Ufer des Panamakanals stattfand. Der Kontrast zur Natur-Simulation ‹The Hill Seen from Afar›, 2011, im Nachbarraum könnte kaum grösser sein: Ondák lässt hier einen übermannshohen, bonsai-bekrönten Hügel wachsen. Die uns buchstäblich auf den Leib rückende Installation wandelt sich beim Nähertreten zu einem «Anblick eines Hügels von weitem». Auch die Flucht nach vorne in den letzten Raum endet in der Umkehrung zwischen Schein und Sein: Säuberlich gestapelte Balken, Lochbleche und andere Baumaterialien kämpfen in ‹Eclipse›, 2011, erfolgreich gegen den Mythos jeder «verzaubernden» Inszenierungskunst. Alles eine Frage der Perspektive.

Bis: 28.05.2012



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Ausgabe 5  2012
Ausstellungen Roman Ondák [10.06.11-28.08.11]
Video Video
Institutionen Kunsthaus Zürich [Zürich/Schweiz]
Autor/in Sabine Elsa Müller
Künstler/in Roman Ondák
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