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Hinweis
5.2012




Paris : Néon


von: J. Emil Sennewald

  
Kendel Geers · T:error, 2003, neon sign, 40 x 250 x 14 cm, Courtesy Galleria Continua


Die Maison Rouge hat in zehn Jahren einen eigenständigen Platz in der Pariser Kunstszene gefunden. Sie zeigt, kunsthistorisch fundiert, Privatsammlungen auf internationalem Niveau. Die aktuelle Retrospektive zum Neon in der Kunst braucht sich nicht vor Museen zu verstecken, die es bisher versäumt haben, eine Mediengeschichte so exklusiv nachzuzeichnen. Von den Anfängen - der Erfindung der Neonwerbung durch den Franzosen Georges Claude 1912 - über die Pioniere der Vierziger- und Fünfzigerjahre, wie Gyula Kosice und Lucio Fontana, bis zur Gegenwart mit Sylvie Fleury oder Sigalit Landau kann man anhand von rund hundert Werken in die bunte Röhre gucken. Das ist reizvoll und hält viele selten öffentlich gezeigte Werke bereit, macht die Verbreitung des Mediums deutlich - und auch dessen Grenzen. Schnell kommt es zu Redundanzen, oft bleibt das Werk in der Reklame-Herkunft stecken, rasch ist der Blick gesättigt. Hier nicht stehen zu bleiben, sondern Ausblick zu geben auf die Zukunft des Mediums, ist Verdienst der Ausstellung. Am Schluss fallen in Delphine Reists Video ‹Averse›, 2007, die Neonröhren von der Decke, es wird dunkel.

Bis: 20.05.2012



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Ausgabe 5  2012
Ausstellungen F. Morellet, B. Nauman, S. Antonakos u.a. [17.02.12-20.05.12]
Institutionen La Maison rouge [Paris/Frankreich]
Autor/in J. Emil Sennewald
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