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Hinweis
5.2012




Zug : Rudolf Maeglin


von: Niklaus Oberholzer

  
Rudolf Maeglin · Brückenbau, 1932-1935, Kunstmuseum Basel


Er beginnt in der Nähe expressionistischer Farbigkeit, schwenkt aber bald über zu neusachlicher Detailtreue und widmet sich in kühl-realistischer Malweise städtischen Baustellen - Gaswerke, Brücken, Industriebauten - und Arbeitern in den Fabrikationshallen der Basler Chemie. Das ist Erlebnismalerei. Diese Welt ist ihm vertraut: Er stammt wohl aus vermögendem Elternhaus, studiert Medizin und arbeitet kurz als Assistenzarzt, doch bald verlässt er das grossbürgerliche Milieu. Nach Aufenthalten in Paris und in Südeuropa kehrt er 1927 nach Basel zurück und ist Hilfsarbeiter auf Baustellen und in der Chemie und schliesslich, ab 1936, freier Künstler. Die Rede ist von Rudolf Maeglin (1892-1971), Mitbegründer der Gruppe 33, mehrfach vom Basler Kunstkredit gefördert, auch gesammelt, wenngleich kaum ausgestellt. Er ist einer der wenigen Schweizer Maler, die sich der Arbeitswelt widmeten. Ebenso hielt er, auch da eine Ausnahme, die Modernisierungen des Stadtbildes fest und konnte in seinen sorgfältig komponierten Ölmalereien Kränen, Gerüsten oder Sandhaufen ästhetischen Mehrwert abgewinnen. So ist er durchaus eine spannende einzelgängerische Erscheinung in der Schweizer Kunst. Nun bietet das Kunsthaus Zug Gelegenheit, Rudolf Maeglin in einer schönen, von Anne-Laure Jean betreuten Retrospektive zu begegnen.

Bis: 20.05.2012



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Ausgabe 5  2012
Ausstellungen Rudolf Maeglin [17.03.12-20.05.12]
Institutionen Kunsthaus Zug [Zug/Schweiz]
Autor/in Niklaus Oberholzer
Künstler/in Rudolf Maeglin
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