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Hinweis
6.2012




Baden-Baden : Jan de Cock


von: Yvonne Ziegler

  
Jan De Cock · Raum Wert, 2012


Kunst bricht mit Erwartungen. Lässt der Name Jacqueline Kennedy Onassis an die glamouröse Welt einer entrückten Ikone der Sechzigerjahre denken, so entlarvt die gleichnamige Ausstellung die Gier nach Bildern, indem sie die mondäne Schöne nicht zeigt. Stattdessen präsentiert der belgische Bildhauer Jan de Cock (*1976) kulissenartige Skulptur- und Wandassemblagen aus schnöden Brettern, Gips und blasser Farbe. Das Gespinst aus Verweisen und Bezügen mit erläuternden Wandtexten zu Objekten einer imaginären Jackie-Ausstellung sowie sechs Künstlerbüchern, die Jackie-Stichworte wie Weisses Haus, Werte, Spektakel oder Imitation verhandeln und romantische Ruinen des 21. Jahrhunderts evozieren, bedeutet nicht nur für den Jackie-Fan eine Enttäuschung. Biografische Anekdoten und Informationen erschliessen sich nur mühsam in Form unüberprüfbarer Fragmente: etwa, dass das rosa Kostüm, das Jackie während des Attentats trug, von ‹Chez Ninon› stammte, sie eine Piepsstimme besass und sich gerne hinter grossen Sonnenbrillen verbarg. Ikonen sind Fassaden, Projektionsflächen eigener romantischer Sehnsüchte. Zugegeben. Aber zu kompliziert wird leicht zu beliebig.

Bis: 24.06.2012



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Ausgabe 6  2012
Ausstellungen Jan De Cock [07.05.12-24.06.12]
Ausstellungen Jan De Cock [10.03.12-24.06.12]
Institutionen Stadtmuseum [Baden-Baden/Deutschland]
Institutionen Staatliche Kunsthalle [Baden-Baden/Deutschland]
Autor/in Yvonne Ziegler
Künstler/in Jan De Cock
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