Links zum Text und die Möglichkeit, diese Seite weiterzusenden, finden Sie am Ende dieser Seite


Hinweis
6.2012




Bern : ‹Ich bin der letzte Maler›


von: Alice Henkes

  
Zhou Brothers · New York Performance, 2011, Öl und MT auf Leinwand


Martin Disler (1949-1996) griff zu Pinsel und billiger Dispersionsfarbe, als der Kunstmarkt gerade die Videotechnik entdeckte. Seine expressiven Bilder und Plastiken brachten dem künstlerischen Autodidakten aus Solothurn, der auch Gedichte schrieb, internationale Anerkennung. Dennoch behauptete er, halb pessimistisch, halb trotzig: «Ich bin der letzte Maler.» Der Galerist Raphael Rigassi stellt diesen Ausspruch über eine Schau, die das Diktum vom Ende der Malerei widerlegen will, indem sie Positionen zeitgenössischer Malerei zeigt. Die Ausstellung will mit zehn Künstler/innen nicht den grossen Überblick über Tendenzen der aktuellen Malerei geben, sondern zeigt eine eher persönliche Auswahl des Galeristen. Die mit dekorativen Unschärfen arbeitenden Akte und Porträts des Zürchers Andy Denzler sind ebenso in der Ausstellung vertreten wie die zu abstrahierten Mustern geronnenen Landschaften und Menschenmengen des Deutschen Thomas Hartmann. Mit dabei sind auch die chinesischen Zhou Brothers, die in ihren Bildern westliche und östliche Ästhetik kombinieren, und der russische Künstler Anatoly Shuravlev, der mit in Plexiglas gefassten Minifotos bekannt wurde. Martin Disler, dessen Diktum vom Ende der Malerei der Schau ihren Titel gibt, ist ebenfalls mit zwei Arbeiten vertreten.

Bis: 16.06.2012



Links

Anfang Zurück zum Anfang
Ausgabe 6  2012
Ausstellungen 20 Jahre Galerie Rigassi - Ich bin der letzte Maler (M. Disler) [09.05.12-16.06.12]
Institutionen Galerie SOON [Bern/Schweiz]
Autor/in Alice Henkes
Künstler/in Martin Disler
Künstler/in Andy Denzler
Künstler/in Thomas Hartmann
Weitersenden http://www.kunstbulletin.ch/router.cfm?a=120525143355MA3-19
Geben Sie diesen Link an, falls Sie diesen Eintrag weitersenden möchten.