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Hinweis
6.2012




Bern : Ka Moser


von: Alice Henkes

  
Ka Moser · FG-Imago, 2009/2011, Pigment-Print hinter Plexiglas, zweiteilig, 100 x 140 cm


Das Farbengedicht, 1983 spontan während einer Konzertperformance entstanden, zehn Farbtöne in Lauten miteinander verkettend, ist Urknall wie anhaltender Bezugspunkt des künstlerischen Schaffens von Ka Moser (*1937). Nach einer intensiven Beschäftigung mit kleinräumigen Farbfeldern in Öl, Acryl oder Aquarell, die durch Spiegelungen und Akkumulationen grossflächige Muster evozieren, ist die in Bern lebende Künstlerin vor einigen Jahren dazu übergegangen, Motive mit dem Computer zu bearbeiten, wodurch neue visuelle Erfahrungsfelder geöffnet wurden. Das strenge Formprinzip ihrer auf einer geometrischen Rasterstruktur aufgebauten Muster lockert sich, freie Farbwolken füllen ihre jüngsten Bilder, Muster in Grauwerten und an die Op-Art erinnernde Verzerrungen. Die Farbfelder scheinen in Bewegung geraten zu sein. In ihren digitalen Exkursionen, wie die Künstlerin ihre neuen Arbeiten nennt, beschäftigt sie sich auch mit Motiven aus der Kunstgeschichte, etwa mit den Porträts der spanischen Infantin von Diego Velázquez, die in der Computerbearbeitung durch Moser zu einer kühlen Komposition in Blaugrün-Tönen werden, in denen die virtuellen Schönheiten der digitalen Welt ebenso spürbar sind wie die geerdete Ästhetik des Barock.

Bis: 14.07.2012



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Ausgabe 6  2012
Ausstellungen Ka Moser [09.06.12-14.07.12]
Institutionen DuflonRacz [Bern/Schweiz]
Autor/in Alice Henkes
Künstler/in Ka Moser
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