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6.2012




Brühl : Niki de Saint Phalle


von: Sabine Elsa Müller

  
Niki de Saint Phalle · Joue avec moi, 1955, Kunstmuseum St. Gallen © ProLitteris


Mit ihren Nanas wurde sie weltberühmt, aber auch einseitig festgelegt. Das Max Ernst Museum legt in seiner Auswahl den Fokus auf Entwicklungslinien und entscheidende Umbrüche. Niki de Saint Phalle (1930-2002) malte in einem Art Brut-nahen Stil, bevor sie Ende der Fünfzigerjahre die Malerei aufgab und die Wirklichkeit als Mass aller Dinge entdeckte. Sie gehörte mit ihrem späteren Mann Jean Tinguely zu den wichtigsten Vertretern des Nouveau Réalisme um Pierre Restany und Yves Klein. In diesem Umfeld besiegelte sie in den frühen Sechzigerjahren mit ihren Assemblagen und Klebebildern den radikalen Bruch mit der Tradition. Später entstanden die legendären Schiessbilder: In Gips eingepackte Farbbeutel wurden mit einem Gewehr beschossen, sodass sich die Farbe wie Blutströme über die weisse Kruste ergoss. Diese häufig gemeinsam mit Freunden zelebrierten Schiessattacken richteten sich gegen die Doppelbödigkeit der Gesellschaft wie auch gegen die Konventionen der Malerei. Der einem ihrer Bilder entlehnte Ausstellungstitel ‹Spiel mit mir› verweist dagegen auf ihre verspielt-fröhliche Seite und ihren unbedingten Glauben an die Kreativität eines jeden Menschen.

Bis: 03.06.2012



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Ausgabe 6  2012
Ausstellungen Niki de Saint-Phalle [15.01.12-03.06.12]
Institutionen Max Ernst Museum [Brühl/Deutschland]
Autor/in Sabine Elsa Müller
Künstler/in Niki de Saint-Phalle
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