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Hinweis
6.2012




Köln : A wavy line ...


  
Saim Demircan · Celebration of Concrete, 2012


Søren Grammel, der Anfang des Jahres vom Grazer an den Kölnischen Kunstverein wechselte, wusste die durch Sanierungsarbeiten bedingte Kunstpause gut zu nutzen: Zur Eröffnung von ‹A wavy line ...› (deutsch: ‹Eine gewellte Linie wurde mitten durch die Originalpläne gezogen›) erweist sich seine Neukonzeption des Hauses als Auseinandersetzung mit genau den Fragen, die in der Ausstellung auf ästhetischer Ebene diskutiert werden: «Wie korrespondieren gebaute Oberflächen und ihre Zwischenräume mit dem Leben, das darin stattfindet?» Als Antwort gruppiert Grammel Arbeiten von Chantal Akerman, Ruth Buchanan, Liudvikas Buklys u.a. zu hochsensiblen Konstellationen, die dem Publikum viel Achtsamkeit abverlangen. Das Pathos der Moderne wird ersetzt durch die Subtilität minimaler Verschiebungen, Ordnungszusammenhänge werden über Abhängigkeiten und Korrespondenzen reflektiert. Was sich in der halböffentlichen Institution im Verzicht auf teure und ökologisch bedenkliche Einladungen im Vierfarbdruck konkretisiert, bietet der Kunst eine sinnstiftende Referenzebene zur kontinuierlichen Selbstbefragung. Auch wenn Grammel viele der Werke schon einmal in Graz gezeigt hat - in Köln steht wieder alles auf Anfang.

Bis: 10.06.2012



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Ausgabe 6  2012
Ausstellungen A wavy line... [19.04.12-10.06.12]
Institutionen Kölnischer Kunstverein [Köln/Deutschland]
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