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6.2012




Zürich : Rita Ernst


  
Rita Ernst · Progetto Tunesio VI, 2011, Acryl auf Leinwand, 90 x 126 cm


«Die Farbe hat mich», notierte Paul Klee während seiner Tunis-Reise in sein Tagebuch. Die Begegnung mit der arabischen Welt weckte in ihm eine neue Sensibilität für Farben und Formen. Eine vergleichbare Wirkung scheint die Auseinandersetzung mit der arabischen Kultur auf die in Zürich und Sizilien lebende Künstlerin Rita Ernst (*1958) auszuüben. Auf Einladung der sizilianischen Stiftung Fondazione Orestiadi reiste sie nach Tunesien. Die dort omnipräsenten abstrakten Muster islamischer Baukunst verband sie mit ihrer eigenen Formensprache und lud diese mit neuen Klängen auf. Südliches Licht scheint ihre Farben gleichzeitig blasser und doch leuchtender zu machen. Glas-, Kunststoffsteinchen und Spiegelscherben brechen die Perfektion der Bildflächen auf und lassen die Kompositionen verspielter und offener werden. Gleichzeitig verweist sie - laut Pressetext - mit den Spiegelstücken auf das islamische Bilderverbot: «In letzteren spiegeln sich Fragmente des Betrachters - eine subtile Anmerkung zum islamischen Verbot der Menschendarstellung, freilich eine abstrakte und nicht-narrative.» Mit der bisher noch nicht gezeigten Werkgruppe lässt die Künstlerin, nach ihrem Auftritt im Haus Konstruktiv Zürich, 2009, eine neue Facette ihres Schaffens aufscheinen.

Bis: 30.06.2012



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Ausgabe 6  2012
Ausstellungen Rita Ernst [17.05.12-07.07.12]
Institutionen Walter Keller [Zürich/Schweiz]
Künstler/in Rita Ernst
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