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7/8.2012




München : Geschichten im Konflikt


  
Umzug zum Tag der deutschen Kunst vor dem Haus der Deutschen Kunst, 1939. Foto: Vladimir Efimov


Das Haus der Kunst wird 75 Jahre alt, Anlass genug, die eigene, höchst kontroverse Geschichte erneut ins Zentrum der Aufmerksamkeit zu rücken. ‹Geschichten im Konflikt› umfasst die Zeitspanne von 1937 bis 1955. In einem nahe gelegenen Galeriegebäude fand 1937 die von Joseph Goebbels verantwortete Ausstellung ‹Entartete Kunst› statt, auf der Bilder von Beckmann, Kandinsky, Kirchner oder Klee diffamiert wurden. 1955 versuchte Arnold Bode mit der ersten documenta in Kassel die Avantgarde zu rehabilitieren. Seit seiner frühesten Planungsphase ab 1933 war das ‹Haus der Deutschen Kunst› Symbol für die Durchsetzung der nationalsozialistischen Kunstpolitik; hier fanden jährlich die ‹Grossen Deutschen Kunstausstellungen› statt, die präsentierten, was als vorbildliche deutsche Kunst galt. Nach dem Krieg, zwischen 1949 und 1955, bemühte man sich, die vorher abgelehnten Künstler mit grossen Ausstellungen zu rehabilitieren. – Die von Sabine Brantl und Ulrich Wilmes kuratierte Ausstellung zeigt Kunstwerke, Dokumente, architektonische Pläne, Fotografien und Tonaufnahmen, welche den ideologischen Gebrauch der Kunst dokumentieren. Mit Tarnnetzen und einem Museumsmodell aus weisser Schokolade widmet sich der Künstler Christian Philipp Müller der Dramaturgie.


Bis: 13.01.2012



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Ausgabe 7/8  2012
Ausstellungen Geschichten im Konflikt [10.06.12-13.01.13]
Institutionen Haus der Kunst München [München/Deutschland]
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