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Hinweis
9.2012




Zürich : Endstation Meer?


von: Thomas Schlup

  
Chris Jordan · Midway: Message from the Gyre, Serie seit 2009, Courtesy of Christophe Guye Galerie


Wer als Albatros zur Welt kommt, hat gute Chancen, noch vor dem Erstflug mit vollem Bauch zu verhungern, weil die Eltern Plastikteile statt Fische ins Nest gebracht haben. Weltweit gelangen jährlich über sechs Millionen Tonnen meist fester Abfälle ins Meer. Plastik löst sich nicht auf, sondern wird durch Wind und Wellen immer weiter zerkleinert. Die Partikel werden von Tieren aufgenommen und gelangen in die Nahrungskette. Da weinen Meerjungfrauen bittere Tränen: In der Installation ‹Meermaid's Tears› zeigen Richard und Judith Lang mit Fototableaus und Sandtischen die verschiedenen Facetten von Mikroplastikstücken auf. Tamara Aepli lässt uns fotografisch und zeichnerisch «Eintauchen» - und macht das irritierend poetisch. Zentrales und raumeinnehmendes Element der Ausstellung ist die sich auf die Besucher ergiessende ‹Substantielle Menge Original Plastikschwemmgut›. Die Themengruppen ‹Plastik im Meer› und ‹Plastik im Alltag› untersuchen Fragen von Materialkreisläufen bis zur Auswirkung auf Natur und Mensch. Info-Lounge, Kino, ein Aktions- und ein Resonanzraum sowie vielfältige Begleitanlässe inklusive Kinder-Parcours ergänzen die von Zürich aus auf Wanderschaft gehende Ausstellung.

Bis: 23.09.2012



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Ausgabe 9  2012
Ausstellungen Endstation Meer? Das Plastikmüll-Projekt [04.07.12-23.09.12]
Institutionen Museum für Gestaltung [Zürich/Schweiz]
Autor/in Thomas Schlup
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