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Hinweis
10.2012




Basel : Flavio Paolucci


von: Simon Baur

  
Flavio Paolucci · L'aereo vola, la foglia cade, 2002, Holz, Papier, Farbe, Glas, 74 x 51 x 17 cm


Häuser- und Naturformen sind die Motive, die Flavio Paolucci (*1934, Torre) seit vielen Jahren beschäftigen - und der Traum vom Fliegen. Der heute in Biasca lebende Künstler kennt die unterschiedlichen Hausformen von seinen Wanderungen und erfährt dabei die Symbiose von Architektur und Natur immer wieder neu. Natur taucht in Form von Kastanien- und Olivenblättern, aber auch von Ästen und Landschaftsfragmenten in seinen Arbeiten auf. Oftmals sind es bloss zwei, drei Elemente, die genügen, um eine Bildaussage, ein eigentliches Bild-Gedicht zu formulieren. Ein Blatt, eine Glasscheibe und eine Holzlatte beispielsweise deuten bereits eine Situation, eine Geschichte an. Reduziert ist auch die Farbpalette. Die braunen und schwarzen Töne basieren auf Holzruss, den Paolucci eigenhändig aus den Kaminen alter Häuser gekratzt hat. Augrund dieser ökonomischen Mittel wird er nebst Mario Merz als einer der wenigen Schweizer Vertreter der Arte Povera bezeichnet. Die Ausstellung in der Galerie Carzaniga kommt demnach zu einem guten Zeitpunkt, findet doch parallel im Kunstmuseum eine Überblicksausstellung zur Arte Povera aus dem Besitz der Münchner Sammlerin Ingvild Goetz statt.

Bis: 13.10.2012



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Ausgabe 10  2012
Ausstellungen Serge Brignoni, Flavio Paolucci [25.08.12-13.10.12]
Institutionen Galerie Carzaniga [Basel/Schweiz]
Autor/in Simon Baur
Künstler/in Flavio Paolucci
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