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Hinweis
10.2012




Siegen : Bridget Riley


von: Sabine Elsa Müller

  
Bridget Riley · 2012. Foto: Christian Wickler


«Alles entsteht aus dem Sehen.» Bridget Riley (*1931, London) verweist in vielen eigenen Texten und Interviews immer wieder darauf, dass ihre Malerei von etwas ganz und gar Sinnlichem handelt. Ihre geometrischen Grundelemente wie Streifen, Rauten, Kreise sind die Werkzeuge einer betont intuitiven Untersuchung der emotionalen Wirkung von Farbe. Das Ziel ist der Punkt, an dem das Geschehen auf der Bildfläche umschlägt in reine Sensation. Es sind diese «sensations» der Wahrnehmung, denen die Künstlerin bereits seit den Sechzigerjahren auf der Spur ist. Ihre singuläre Position in der Gegenwartsmalerei bescherte ihr nun den begehrten Rubenspreis der Stadt Siegen. Im wunderbaren ortseigenen Museum lässt sich in einer grossen Überblicks-ausstellung die optische Aufbrechung der Fläche von den atmosphärischen Streifenbildern mit Titeln wie ‹Après Midi› oder ‹Saraband› der Achtzigerjahre bis hin zu den frei ausschwingenden, aktuellen Wandbildern erleben. An kleinformatigen Gouachen lässt sich wiederum gut nachvollziehen, wie die Künstlerin ihre Kompositionen entwickelt: Mit aufgeklebten Papieren werden die Farbmodulationen und -rhythmisierungen immer wieder variiert, bis schliesslich der magische Moment erreicht ist, an dem etwas Neues entsteht, das wert ist, ins grosse Format übertragen zu werden.

Bis: 11.11.2012



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Ausgabe 10  2012
Ausstellungen Bridget Riley [01.07.12-11.11.12]
Institutionen Museum für Gegenwartskunst [Siegen/Deutschland]
Autor/in Sabine Elsa Müller
Künstler/in Bridget Riley
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