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Hinweis
10.2012




Winterthur : Oh Plastiksack


von: Thomas Schlup

  
Krištof Kintera · I'm Sick of it All, 2003, Akustische/kinetische Skulptur, Courtesy Gallery Jiri Svestka, Prag


Er ist so allgegenwärtig, dass er aus unserer Welt nicht mehr wegzudenken ist. Ob bedruckt oder uni, gross oder klein, flüchtig (Wind) oder zäh (Entsorgung), im Haushalt mannigfach aus Schubladen quellend - unser aller Plastiksack. Das an und für sich profane Objekt kann im Kunstkontext durchaus bestehen, wie die von Susanna Kumschick und Ida-Marie Corell kuratierte Ausstellung im Forum des Gewerbemuseums Winterthur aufzeigt. Der Raum ist themengerecht mit weissem Plastik ausgelegt; ein edler Luis-Vuitton-Güselsack lehnt leicht verschupft an einer Wand; auf einer Marmorsäule wird eine täuschend echte Alabasterskulptur präsentiert; und aus den Fenstern rauscht einem Wasserfall gleich eine vergängliche Installation von weissen Taschen in den Innenhof. Historisches gibt es in Form des ersten Plastiksacks von Globus (der mit den orangen Äpfeln) oder der von H. und U. Hie­stand entworfenen ABM-Tüte zu sehen. Die über dreissig gezeigten internationalen Beispiele geben kulturhistorischen, ästhetischen und politischen Einblick in die Geschichte des Plastiksacks. Eine kleine «Studierecke» bietet ergänzende Informationen. Es lohnt sich, auch die ‹Heimlichen Helden› (Alltagsdinge) und die den Forscher/innengeist weckende permanente Muster- und Schausammlung im ‹Material-Archiv› zu besuchen.

Bis: 07.10.2012



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Ausgabe 10  2012
Ausstellungen Oh, Plastiksack! [03.06.12-07.10.12]
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Institutionen Gewerbemuseum [Winterthur/Schweiz]
Autor/in Thomas Schlup
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