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Hinweis
10.2012




Zürich : Ian Davenport


von: Alice Henkes

  
Ian Davenport · Puddle Painting: Prussian Blue (after Gauguin), 2012, Acryl auf Aluminum auf Stahl, 103 x 77 cm © ProLitteris


Farbe ist für Ian Davenport (*1966, Kent) reine Energie. In seinen Bildern sucht der Künstler und Musiker nach einer Möglichkeit, die originäre Energie der Farbtöne zum Klingen zu bringen. Angefangen hat er nach minimalistischem Vorbild mit Streifenmustern, die er in langen Versuchsphasen aus einem Dutzend Farben und mehr kombiniert hat. Doch Davenport würzt die Strenge der Minimal Art gern mit etwas Eigensinn. Er trägt die Farbe am oberen Bildrand mit einer Spritze auf und lässt sie auf dünnen Stahlblechflächen abwärts fliessen. In seinen ‹Puddle Paintings› (Pfützenbilder) unterbricht er den Farbfluss, indem er den unteren Teil der Blechplatte waagerecht umbiegt, sodass die Farben in Pfützen verlaufen. In seinen jüngsten Arbeiten greift der 1991 für den Turner Prize nominierte Brite auf die Farbpalette gros-ser Meister zurück. Am Computer analysiert er Bilder von Hans Holbein d.J. bis Paul Gaugin. Ihn interessiert, welche Farben ein Künstler zur Verfügung hatte, wie er sie eingesetzt, verstärkt oder auch abgeschwächt hat. Schliesslich filtert er die verwendete Farbpalette heraus und komponiert mit den Farbtönen des historischen Vorbildes ein eigenes Werk, ein ‹Puddle Painting›, in dem die Klangfarbe des Originals noch mitschwingt, das jedoch vom Minimal-Art-Rhythmus Davenports getragen wird.

Bis: 27.10.2012



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Ausgabe 10  2012
Ausstellungen Ian Davenport [30.08.12-27.10.12]
Institutionen Andres Thalmann [Zürich/Schweiz]
Autor/in Alice Henkes
Künstler/in Ian Davenport
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