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11.2012




Berlin : Dennis Hopper


von: Miriam Wiesel

  
Dennis Hopper · Andy Warhol, Henry Geldzahler, David Hockney and Jeff Goodman, 1963 © The Dennis Hopper Trust


Auch wenn man Dennis Hopper (1936-2010) primär als Schauspieler und Regisseur in Erinnerung hat, lässt sich die Fotografie aus seinem Werdegang nicht wegdenken. In den frühen Sechzigerjahren war sie sein wichtigstes Medium. Die Fotos wurden zwar schon mehrfach gezeigt, so 1988 in Basel, dennoch kann man ihnen in der aktuellen Ausstellung in Berlin neu begegnen: Ursprünglich von Hopper für das Fort Worth Art Center, Texas, 1970 zusammengestellt, sind nun die Originalabzüge in gleicher Hängung wie damals ungerahmt auf die Wände gebracht. Kleinformatig und schwarzweiss, präsentiert die intime Auswahl Zeitdokumente und Privates, Alltagszenen ebenso wie Hippies, Künstler und Stars, mit einem Fokus auf die Gegenkultur der amerikanischen Westküste. Hopper war mit seiner Kamera dabei, als Andy Warhol seine erste Ausstellung in Kalifornien hatte, aber auch als Martin Luther King 1965 in Alabama sprach, und er fotografierte Timothy Leary vor einer begeisterten Menge oder die Beerdigung John F. Kennedys am eigenen Fernsehapparat. Das Lebensgefühl der Sechzigerjahre, das mit einem grossen Freiheitsversprechen verbunden war, kippte am Ende des Jahrzehnts - auch dies hat Hopper eingefangen. «Looking for America, but he couldn't find it», um aus seinem Film ‹Easy Rider›, 1969, zu zitieren, der die Bilder in Bewegung setzt.

Bis: 17.12.2012



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Ausgabe 11  2012
Ausstellungen Dennis Hopper [20.09.12-17.12.12]
Institutionen Martin-Gropius-Bau [Berlin/Deutschland]
Autor/in Miriam Wiesel
Künstler/in Dennis Hopper
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